Hyperledger Global Forum: Erfahrungsbericht

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Hyperledger Global Forum: Erfahrungsbericht

Blockchain mit realen Anwendungen, selbstkritischen Teilnehmern ohne Hype, ICOs und Tokens. Das Hyperleger Global Forum 2018 in Basel war mein Konferenz-Highlight 2018.

Dieser Artikel erschien im Original auf hyperledger.org.

Ich bin sehr neugierig und liebe es, Menschen aus der ganzen Welt zu treffen. Neue Technologien faszinieren mich: Was kann man damit machen? Welche Projekte wurden damit bereits umgesetzt? Wie gross ist das Potential?

Gleichgesinnte, offene Menschen zu treffen ist meine liebste Art meine Neugier zu stillen. Aus meiner Sicht geht das am besten, wenn man sich austasucht, voneinander lernt und Probleme und Fragen kritisch diskutiert.

Anschauliche Ergebnisse im Bereich der Softwareentwicklung, und insbesondere bei DLT/Blockchain-Bereich sind schwierig zu finden. Sie sind aber essentiell, um eine Technologie zu verstehen und deren Potenzial einschätzen zu können. Die Betrachtung von Projekten in verschiedenen Phasen vom Prototyp bis zur produktiven Lösung ist daher für uns, und letztlich für unsere Kunden und Partner, äusserst hilfreich.

Vor diesem Hintergrund waren wir natürlich begeistert zu erfahren, dass sich die globale Hyperledger-Community in Basel trifft! Ich durfte mir bereits beim Hackfest in Amsterdam und bei meinen Aktivitäten in der Arbeitsgruppe „Öffentlicher Sektor“ einen ersten persönlichen Eindruck von der Hyperledger Community verschaffen. Es ist senationell, dass nun die gesamte Hyperledger Community bei uns in Basel zu Gast ist.

Ich nahm dieses Jahr an Dutzenden von Blockchain-Veranstaltungen teil, das Hyperledger Global Forum war dabei das grosse Finale. Für mich war es die beste Konferenz. Meiner Meinung nach ist Hyperledger die umfassendste, bodenständigste und auch selbstkritischste Blockchain-Community. Ich erinnere mich an Brian Behlendorf, Direktor von Hyperledger, der die Leute in meiner Arbeitsgruppe daran erinnert, wie wichtig die ehrliche und transparente Kommunikation für die Glaubwürdigkeit von Hyperledger ist. Nur so kann die langfristige Entwicklung von Hyperledger erfolgreich sein. Dieser Geist durchdrang die ganze Konferenz. Obwohl wir wissen, dass Hyperledger über grossartige Frameworks und Tools für eine Vielzahl von Anwendungen in der Praxis verfügt, sind wir uns als professionelle Fachleute alle bewusst, dass es keine Einheitslösung gibt. Diese Denkweise führt zu sehr konstruktiven Diskussionen über die verschiedenen Lösungsansätze einer Aufgabe.

Um meine Neugierde zu stillen, besuchte ich eine Vielzahl von Workshops, insbesondere für diejenigen Hyperledger-Frameworks, mit denen ich mich bislang noch nicht im Detail beschäftigt habe. So habe ich zum Beispiel John Jordans Workshop gesehen wir man mit Indy ein Projekt entwickelt und von Dan Selman gelernt wie man mit Accord natürlichsprachliche Rechtsverträge in die Blockchain bringt. Da das Teilen ein wesentlicher Bestandteil der Lernerfahrung ist, präsentierten Waleed El Sayed und ich unsere Erfahrungen bei der Entwicklung von Blockchain-basierten Projekten mit Fabric und Composer. Dies führte zu sehr interessanten Diskussionen mit dem Publikum und auch während der restlichen Konferenz. Neben den inspirierenden Keynotes, die von Konsensmodellen und der Anwendung der Blockchain in verschiedenen Branchen bis hin zur Philosophie des Vertrauens reichen, bot das Global Forum die Gelegenheit, mit der breiten Vielfalt der Unternehmen zu sprechen, die ihre Produkte und Dienstleistungen präsentierten.

Was meine Entwicklerfähigkeiten betrifft, so war die Zeit, in der ich mit Caroline Church, IBMs Lead for Blockchain Tooling, sprach, wahrscheinlich die wertvollste. Beim Accenture Hack-For-Good Hackathon gegen Ende des Forums zeigte uns Caroline die neue Art der Programmierung von Chaincode in Fabric 1.4 und, was noch wichtiger ist, die von ihr entwickelte Visual Code Erweiterung, die ein einfaches Testen und Debuggen von Chaincode ermöglicht. Dies ist ein riesiger Fortschritt. Carolines Tools können von uns umgehend eingesetzt werden und steigern unsere Effizienz von 4eyes beim Entwickeln von Blockchain-Lösungen drastisch.

Aus meiner Beratersicht habe ich viel aus den vorgestellten Anwendungsfällen gelernt, wie z.B. den sehr interessanten Vortrag von Marco Alarcon und Andrés Falcone über die Short Sales Lending Lösung, die sie an der Santiago Stock Exchange entwickelt haben. Ich war auch sehr beeindruckt von der pragmatischen Lösung von David Berger, den Existenznachweis für die Rechtsbranche zu erleichtern.

Da ich gerne Zeit mit Menschen auf der ganzen Welt verbringe, habe ich die eine oder andere Präsentation übersprungen, um intensive Gespräche zu führen, die von technisch bis konzeptionell während des Forums und von Spass bis hin zu Philosophie während der Delegiertenparty im fantastischen Pantheon reichen. Auf diese Weise habe ich erstaunliche Menschen aus der ganzen Welt getroffen: Japan, Frankreich, USA, Südkorea, Chile, Saudi-Arabien, Kanada, Schweiz, Russland, China und viele mehr.

Meine Erfahrungen im Hyperledger Global Forum halfen mir, die Möglichkeiten und die Reife der Frameworks und der Tools noch besser zu beurteilen und gaben viele neue Impulse, die wiederum meinem Team und mir helfen werden, unsere Kunden und Partnern besser zu beraten und betreuen.

Wir freuen uns auf die nächsten Gelegenheiten, bei kommenden Hyperledger-Veranstaltungen wie dem Hackfest zu lernen und zu unsere Erfahrung zu teilen.

Das gesamte 4eyes-Team und ich würden uns freuen, die Familie Hyperledger 2019 wieder in Basel begrüßen zu dürfen!

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Bilder

https://www.flickr.com/photos/linuxfoundation/albums/72157703259382121

 

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